Agententhriller (DEUTSCHER KRIMIPREIS) —- Vielleicht das listigste Buch, das Peter Schmidt je geschrieben hat, ist der Thriller Die Stunde des Geschichtenerzahlers' (Rowohlt) ... ein Thriller von der sanften Sorte, durchaus in Ambler-Nahe; seine Attraktivitat ist ein sehr subtiler, in diesem Genre - und erst recht in Deutschland - ganz ungewohnlicher Reiz." (Jochen Schmidt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, in: "Gangster, Opfer, Detektive," Ullstein Verlag) —- LESEPROBE: Er legte verschworerisch den Zeigefinger vor die Lippen. 'Abgehalfterte, ausgediente Agenten wie ich! Man uberlasst ihnen ein Hauschen, je nachdem auch eine kleine Gastwirtschaft, eine Gartnerei oder Pension, wo sie ihren Lebensabend zubringen konnen, ohne an Langeweile zu sterben oder auf abwegige Gedanken zu kommen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was mit Leuten unseres Schlages passiert, wenn sie das Pensionsalter erreichen? Wenn ihre alten Knochen lahm und mude geworden sind und sie anfangen, schwerer zu begreifen, oder wenn Gedachtnis und Gehor nachlassen? Dies ist einer der merkwurdigen Orte, an denen wir ausruhen konnen. Sie werden noch ein paar andere uble Gesellen kennenlernen, wenn Sie langer bleiben. Es gibt nicht viele solcher Dorfer - in jedem Land vielleicht eines oder zwei. Naturlich durfte ich gar nicht daruber reden - aber anscheinend neigen alte Kerle in Gegenwart eines hubschen Madchens zur Geschwatzigkeit.'""