
Ehrenamt als Ort der Hoffnung und der Erschöpfung, der Möglichkeit und der Unsichtbarkeit: Nancy Hochstein verbindet in diesem Essay eigene aktivistische Erfahrungen mit einer scharfen Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse – und fordert, das Ehrenamt neu zu denken: als Raum feministischer Praxis, geteilter Verantwortung und radikaler Fürsorge. Eine persönliche und politische Abrechnung mit einem System, das auf unbezahlter Fürsorgearbeit basiert – und sich dabei stillschweigend auf die Selbstverständlichkeit weiblichen Engagements verlässt. Ein leidenschaftlicher Essay über Verantwortung, Anerkennung und das Recht, nicht nur zu geben, sondern zu gestalten.