She Who Became the Sun
2021
Shelley Parker-Chan
In einem von Hungersnot geplagten Dorf in einer staubigen gelben Ebene werden zwei Kindern zwei Schicksale zuteil. Einem Jungen: Größe. Einem Mädchen: Nichts …
Im Jahr 1345 steht China unter der harten Herrschaft der Mongolen. Für die hungernden Bauern der Zentralebene ist Größe etwas, das es nur in Geschichten gibt. Als dem achten Sohn der Familie Zhu, Zhu Chongba, ein Schicksal voller Größe prophezeit wird, rätseln alle, wie es sich erfüllen soll. Das Schicksal des Nichts, das hingegen die kluge und tüchtige zweite Tochter der Familie erhält, entspricht ganz den Erwartungen.
Als ein Banditenüberfall die beiden Kinder zu Waisen macht, ist es jedoch Zhu Chongba, der der Verzweiflung erliegt und stirbt. Verzweifelt bemüht, ihrem eigenen vorherbestimmten Tod zu entgehen, nimmt das Mädchen die Identität ihres Bruders an und tritt als junger männlicher Novize in ein Kloster ein. Dort lernt Zhu, angetrieben von ihrem brennenden Überlebenswillen, dass sie zu allem fähig ist, ganz gleich, wie herzlos es sein mag, um sich vor ihrem Schicksal zu verbergen.
Nachdem ihr Zufluchtsort zerstört wird, weil er den Aufstand gegen die mongolische Herrschaft unterstützt hat, nutzt Zhu die Gelegenheit, um ein völlig anderes Schicksal für sich zu beanspruchen: die verlassene Größe ihres Bruders.
Mulan trifft auf Das Lied des Achill; ein meisterhaftes, poetisches Debüt über Krieg und Schicksal, das sich über ein episches alternatives China erstreckt.