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Meine Flucht aus den Bleikammern von Venedig book cover
Meine Flucht aus den Bleikammern von Venedig
Die Geschichte meiner Flucht aus dem Gefängnis der Republik Venedig, den sogenannten Bleikammern, niedergeschrieben ... im Jahre 1787 (textura)
2012
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In seiner Heimatstadt Venedig war der dreißigjährige Tunichtgut Casanova obrigkeitlich belangt und am 25. Juli 1755 ins Staatsgefängnis im Dogenpalast geworfen woren. Mit fabelhafter Geduld, überlegener Intelligenz und bewundernswerter Kühnheit gelang ihm am 1. November 1756 der Ausbruch. Dreißig Jahre später hat er die Geschichte aufgezeichnet und herausgebracht, Jahre vor der Niederschrift seiner vielbändigen Memoiren und Jahrzehnte vor deren Publikation. Nach seiner Flucht ging er nach Paris. Von dort schreibt am 8. Januar 1759 die (möglicherweise auch nicht völlig seriöse) Justinienne Wynne an ihren venezianischen Liebhaber Andrea "Neulich saß in der Loge neben uns der berühmte Casanova. Er erkannte uns und kam herüber. Jetzt ist er täglich bei uns, obwohl mir seine Gesellschaft nicht zusagt. Casanova hat eine Equipage und Diener und ist prächtig gekleidet. Er hat zwei sehr schöne Brillantringe, zwei verschiedene Uhren von erlesenem Geschmack und goldene Dosen, und er trägt immer Spitzen. Er hat, ich weiß nicht wie, Zugang zu allen Häusern der Pariser Gesellschaft. Er behauptet, er sei Teilhaber einer Lotterie, und rühmt sich, dass ihm das viel einbringe. Aber mir wurde auch gesagt, er werde von einer reichen alten Dame ausgehalten. Er ist ungeheuer von sich eingenommen und auf lächerliche Weise eitel, er ist unausstehlich – außer er spricht von seiner Flucht aus den Bleikammern, die er ganz wunderbar erzählt."

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Giacomo Casanova
Giacomo Casanova
Author · 32 books

Giacomo Girolamo Casanova de Seingalt was a Venetian adventurer and author. His main book Histoire de ma vie (Story of My Life), part autobiography and part memoir, is regarded as one of the most authentic sources of the customs and norms of European social life during the 18th century. He was so famous as a womanizer that his name remains synonymous with the art of seduction and he is sometimes called "the world's greatest lover". He associated with European royalty, popes and cardinals, along with men such as Voltaire, Goethe and Mozart; but if he had not been obliged to spend some years as a librarian in the household of Count Waldstein of Bohemia (where he relieved his boredom by writing the story of his life), it is possible that he would be forgotten today

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