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Ergils großer Gegner Magos ist besiegt, die Schlacht gewonnen. Im Triumphzug ist der junge König in seine Heimat zurückgekehrt. Aber es brauen sich schon wieder dunkle Wolken über seinem Reich zusammen — "im Verborgenen und auf unterschiedlichsten Pfaden". Hunger und Missernten bedrohen das Glück der Bewohner von Mirad, und in Ostgard und Pandor glauben sich die Erzrivalen Entrin und Godebar, die sich zu verbünden drohen, schon auf Ergils Thron. Ergils Hofgeschichtsschreiberin und seine Berater werden nicht müde, den Herrscher auf die Gefahren aufmerksam zu machen, aber der wirkt seltsam apathisch. Allerdings weiß auch er, dass er endlich das Rätsel um seine Herkunft lösen muss, wenn sein Land nicht in der Kälte des ewigen Eises versinken soll. Lebt seine Mutter Vania, ständige Begleiterin in seinen Träumen, etwa noch? Und könnte Mirad mit dem Wasser von Silmao endgültig gerettet werden? Allerdings wurde der letzte Tropfen dieses Lebenselexiers bekanntlich im Kampf gegen Magos verbraucht, und das Wissen um seine Herstellung ist verloren. Gibt es gegen die neuen Gefahren, die Mirad drohen, also keine Mittel mehr? Mit Das Wasser von Silmao liegt nach Das gespiegelte Herz und Der König im König nun auch der dritte und letzte Band der Mirad-Trilogie des 50-jährigen, aus Berlin stammenden Fantasy-Autors Ralf Isau vor. Und auch, wenn sich im Laufe der insgesamt doch gut 1.500 Seiten das ein oder andere klassische Motiv des Genres doppelt und die Spannung nicht über die volle Strecke aufrecht erhalten werden konnte, hat Isau doch mehr als ein passables Epos vorgelegt. Mit Das Wasser von Silmao ist es zu einem würdigen Abschluss gekommen ist. Allerdings lässt der letzte Satz der Trilogie zumindest die Deutung zu, dass es in absehbarer Zeit eine Fortsetzung geben könnte. Man darf also weiterhin gespannt sein. Für Leser ab dreizehn Jahre. —Stefan Kellerer