"Die Teuflischen" nannte Barbey d'Aurevilly den Novellenzyklus, dem die Erzählungen dieses Bandes entstammen. Es sind Liebesgeschichten mit tödlichem Ausgang - fast Kriminalfälle -, in deren Mittelpunkt Barbey mit Vorliebe dämonische Frauengestalten stellt: Urbilder der "femme fatale", unbezähmbare und doch zugleich leidenschaftlich liebende Geschöpfe. In der raffinierten Extravaganz dieser Erzählungen gehen Romantik und Dekadenz eine eigentümliche Verbindung ein; Barbeys Kunst besteht in einer meisterhaften Erzähltechnik der Verschleierung, die die Spannung bis über den - z. T. offenen - Schluss hinaus aufrecht hält und den Leser in eine "Psychose der Erwartung" (Proust) versetzt.